Herbstzeit – Hagebuttenzeit

Auch wenn zum Teil schon Schnee weit bis ins Unterland gefallen ist, hat die Sonne doch noch Kraft genug, uns ein paar letzte goldene Herbsttage zu bescheren. Der nasse Sommer wird uns nun mit noch ein paar blühenden Rosen entgeltet, wobei auch die farbenfrohen Hagenbutten schön anzuschauen sind.

Ich habe mir vor drei Jahren extra verschiedene Wildrosen gepflanzt, die alle ganz spezielle Samenformen aufweisen. Zwar blühen die Wildrosen nur einmal pro Saison, dafür in einer unerreichbaren Üppigkeit, mit opulentem Duft, gesundem Blattwerk und starken Trieben.

Nicht jeder hat einen so grossen Garten, dass er sich nur für Hagebutten einen ganzen Winkel reservieren kann. Und meine jungen Pflanzen können meinen Bedarf an den Früchten noch nicht ganz decken. Darum bin ich auf meinen Spaziergängen im Herbst immer mit einer kleinen Baumschere bewaffnet. In all den vielen Hecken auf dem Feld oder an Waldrändern lugen die kleinen roten Samen der Wildrosen aus dem Blätterdickicht. Da schneide ich mir ein paar Zweige davon ab. Dabei vergesse ich aber nicht, dass sie für viele Tiere im kalten Winter mit ihrem hohen Vitamin C-Gehalt eine wichtige Nahrung sind, und lasse daher die meisten stehen. Die roten Perlen verarbeite ich daheim zu hübschen Sträussen, kleinen Kränzchen, Tischdekorationen oder gar aufwändiger Konfitüre (ein einfaches Rezept finden Sie hier nachfolgend).

Mit den Kreationen aus Hagebutten lässt sich der lange, rosenarme Winter gut überdauern. Die roten Früchte sind auch getrocknet hübsch und erzählen von lauen Frühlingstagen, fröhlichen Sommerabenden und auch von der sanften Herbstsonne.      

Rosige Grüsse

Anna Hofer

Einfaches Rezept für Hagebutten-Konfitüre

Hagebutten waschen, Fliege und Stiel entfernen. Mit wenig Wasser in eine Pfanne geben, aufkochen und ca. 5 Minuten kochen lassen. Zudecken und mindestens eine Nacht stehen lassen. Danach noch einmal kurz aufkochen und anschliessend portionenweise durch ein Passevite mit dem gröbsten Einsatz drehen. Ab und zu die Kerne, resp. Nüsschen, mit einem Löffel herausnehmen. Die Masse welche im Einsatz hängengeblieben ist, in einer Schüssel mit etwas Wasser aufrühren und noch einmal durchpassieren. Was jetzt noch zurück bleibt darf auf den Kompost!

Nun die ganze Prozedur mit dem nächsten feineren Einsatz wiederholen. Die durchpassierte Hagebuttenmasse hat immer noch reichlich Kerne! Wer möchte, kann alles noch einmal durch das allerfeinste Sieb passieren und wem das noch kernlos genug ist, kann auch noch ein feines Küchensieb nehmen.

Einzelne, verbliebene Kerne können auch mit einem Löffelchen von der Oberfläche abgeschöpft werden, da sie leicht sind und obenauf schwimmen.

Nun die Hagebuttenmasse abwägen und wenig Geliermittel sowie etwas Zitronensaft zugeben. Aufkochen und eine Minute sprudelnd kochen lassen, dann das halbe oder gleiche Gewicht Zucker zugeben und nochmals während ca. 4 Minuten kochen lassen.
In die vorbereiteten Gläser abfüllen und gut verschliessen.