Josef Raff, Ehrenpräsident der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde gestorben

Sein Leben galt der Rose

Die Deutschen Rosenfreunde trauern um eine ihrer verdienstvollsten Persönlichkeiten. Josef Raff, Ehrenpräsident der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde, ist kurz nach seinem 90. Geburtstag gestorben.

Der Ehrentitel «Rosen-Raff» wurde ihm nie verliehen. Es freute ihn aber, wenn er in seiner Heimat respektvoll so genannt wurde. Aber auch weit darüber hinaus wurde das Wissen des ehemaligen Gartendirektors der Insel Mainau sehr geschätzt. So war Josef Raff auch in der Schweiz als kompetente Rosenpersönlichkeit bekannt und er erfuhr auch bei uns hohe Wertschätzung. Sein Fachwissen und seine Faszination gegenüber unserer Lieblingspflanze wirkten ansteckend auf den Diskussionspartner. Ein Glücksfall für uns, dass sein Lebenswerk im Schwarzwälder Rosendorf Nöggenschwiel nur ein Katzensprung über der Landesgrenze liegt. Zahlreiche Schweizer sind nicht nur zur Zeit der Rosentage im Südschwarzwald anzutreffen. Zusammen mit dem Gründungsmitglied unserer Gesellschaft, Dietrich Woessner, war Josef Raff ein strenger Bewerter bei internationalen Rosenneuheitenwettbewerben wie z.B. in Genf und Baden-Baden. Seine freundschaftliche Verbindung zur Schweiz manifestierte sich bis zuletzt im jährlichen Besuch an der Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche. Zusammen mit den Rosentagen in Nöggenschwiel, waren dies die einzigen Rosenanlässe, die er bis zuletzt jedes Jahr besucht hat.

Theo Keller, Präsident

Aktuelles aus aller Welt

Auszeichnung für den «Rosenflüsterer»

Die World Federation of Rose Societies zeichnet am 17. Weltrosenkongress in Lyon  das Buch «Der Rosenflüsterer» von Kasimir M. Magyar mit dem «Literary Award» aus. Somit wurde dieses aussergewöhnliche Buch als eines der besten Rosenbücher 2012 bis 2015 qualifiziert. Am Samstag, 20. Juni fand in den Genf die Preisverleihung statt. Anwesend war auch der «Rosenpapst» Alain Meilland (O-Ton von Professor Magyar).

Alain Meilland, Monique de Clarens, Professor Kasimir Magyar, Béatrice Halter

Weltrosenkongress in Lyon

Am 17. Weltrosenkongress in Lyon wurden die folgenden Rosen als Weltrosen ausgezeichnet.

Rose Hall of Fame

’Cocktail’ (MEImick) ist eine Strauchrose im Norden und im Süden eine Kletterrose.

Francis Meilland ist der Züchter dieser Rose und kam 1957 auf den Markt.

Die Eltern sind (Independence x Orange Triumph) x Phyllis Bide

Die kleinen bis mittelgrossen Blüten mit 5 Petalen sind leuchtend rot mit gelber Mitte und haben einen würzigen Duft.

 

Old Rose Hall of Fame

’Charles de Mills’
(Synonym: Bizarre Triomphant)

Sie ist aus unbekannter niederländischer Herkunft so um 1746 und einmalblühend. Jedoch im Juni über viele Wochen hinweg.

Ihre Knospen sind kugelig und entfalten sich zu grossen, flachen, dicht gefüllten Blütenschalen in karminrot mit purpurroten bis violetten Schattierungen. Die Blüten duften. Das Lau ist dunkel graugrün und der Wuchs breitbuschig überhängend.

Béatrice Halter

Goldene Rose von Baden-Baden geht nach Frankreich

Zum 63. Internationalen Rosenneuheitenwettbewerb in Baden-Baden waren mehr als 110 Rosenexperten und Rosenzüchter aus 18 verschiedenen Ländern in den Rosenneuheitengarten auf dem Beutig erschienen, um 134 Rosenneuheiten zu bewerten.

In diesem Jahr ging die «Goldene Rose von Baden-Baden» an den französischen Züchter Michel Adam.

Die Teehybride (Edelrose) mit dem Züchterkürzel ’Adaloriat’ überzeugte die Jury durch ihre eleganten, klassisch geformten Blüten
in Cremeweiss mit rosa-apricotfarbenem Hauch. Zudem ist sie gesund und begeistert mit ihrem fruchtigen Duft.

Sie gewann auch den Ehrenpreis für die beste Duftrose.

Béatrice Halter