Oktober 2020

Diese unglaublich schönen, warmen Septembertage haben unsere Gärten nochmals so richtig in Szene gesetzt. Meine Rosen, z.B. ‘Johanna Thuillard‘, ‘Marie Curie‘ und auch ‘Madame Meilland‘ haben sich nochmals von ihrer schönsten Seite gezeigt, als wollten sie mir sagen: danke für die biologische Pflege. In die Krone der Rose ‘Schneewittchen‘ haben sich weisse Anemonen hineingeschlichen, der Herbst hat begonnen.
Jetzt bleibt uns noch Zeit, die Frühlingsboten unter den Blumenzwiebeln in die Erde zu bringen. Solange der Boden noch ausreichend Wärme besitzt, fangen die Zwiebeln an zu wurzeln und sind bestens auf den Winter und das kommende Frühjahr vorbereitet. Denn wie erfreuen wir uns auf die Frühjahrsblüher, bevor die Königin der Blumen – ich meine da unsere Rosen – ihren Auftritt hat.
Im Juni-Rosenblatt habe ich Euch dazu ermuntert, etwas Selbstgemachtes aus Euren ungespritzten Rosen zu kreieren. Meine Kreation: Kapuzinerkresse-Essig hat durch die Beigabe einiger Rosenblätter eine wunderschöne orange-rote Farbe erhalten. Und schon stehen ein paar Fläschli von diesem aromatisierten Essig zum Verschenken bereit.
Die Biodiversität hat mich fest im Griff. Da ich ein paar Fenchelstauden bis zum Blühen stehen gelassen habe, konnte ich die Raupen des Schwalbenschwanzes heranlocken. Um die Raupen bis zum Schlüpfen beobachten zu können, werde ich nächstes Jahr zum Schutz einen Raupenkäfig zulegen. Wenn bis dann meine Begeisterung noch da ist.


Bild: shutterstock

Noch schnell vor einem Herbstgewitter blühende Rosen retten, um ein Gesteck zu zaubern. Wir schneiden von einem Zierkürbiss einen Deckel weg, höhlen ihn mit einem Löffel aus und füllen ihn mit einer gut mit Wasser getränkten Steckmasse. Mit Rosen bestücken und fertig ist eine einfache Herbstdeko.
Im phänologischen Kalender befinden wir uns im Vollherbst.
In diesem Sinne wünsche ich Euch einen farbenfrohen Herbst und bleibt gesund.

Ursula Haklar