Neues Vorstandsmitglied und Redaktorin

Brigitt Buser aus Tenniken BL ist vielen in Rosen- und gartenkreisen ein Begriff. Seit 2006 ist sie bei diversen Medien journalistisch tätig, hat bis 2016 Gartenfragen bei Meier AG Dürnten beantwortet, und macht dies weiterhin für Zulauf AG und Hauenstein AG. Bei Zulauf kann man auch von Brigitt geführte Rosenkurse besuchen. Nachdem Sie über 10 Jahre mit dem Atelier zum Dorfgarten in Zunzgen selbstständig gewesen ist, betreut Sie nun geistig behinderte Personen im Wohnheim Baumgarten in Wenslingen. Ihre Gartenausbildung erhielt Brigitt in Kursen von Peter Wyler, Gartenfachschule, Landwirtschaftliche Schule Ebenrain, Rosenschulen Ruf, Landhaus Ettenbühl, GSRF und Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde. Ihre Hobbies sind nebst Rosen, Botanik allgemein, Pfingstrosen, Iris, naturkundliche Exkursionen, Reisen (speziell Afrika und Iran), Lesen. Sie ist auch Präsidentin des Natur- und Vogelschutzvereins Tenniken.

Der Vorstand freut sich auf die Zusammenarbeit mit Brigitt und ist gespannt auf die neuen Akzente die Sie in unseren Publikationen setzen wird.

Jahresversammlung am 8.9.2018

Die 59. Jahresversammlung der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde fand am 8.9.2018 im Gasthof zum Ochsen in Lupfig, Aargau, statt. Neben den statutorischen Traktanden wurde Brigitt Buser zum neuen Vorstandsmitglied/Redaktorin gewählt; Alfred und Rosmarie Stettler für langjährige Mitgliedschaft und Rita Liechti für 45 Jahre Vorstandsarbeit zu Ehrenmitglieder ernannt. Der Vortrag von Thomas Lolling zu "Fruchtenden Rosen" fesselte die Teilnehmer.

Willkommenskaffee

Die 72 Teilnehmer wurden mit Kaffee und Gipfeli Willkommen geheissen

Thomas Lolling und Theo Keller

Thomas Lolling und Theo Keller im Gespräch

Fruchtende Rosen

Das Referat von Thomas Lolling über "Fruchtende Rosen"

GV

Die statutorischen Traktanden wurden nahezu alle einstimmig verabschiedet

Rita Liechti

Rita Liechti wurde für 45-Jahre Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied ernannt

Alfred Stettler

Alfred Stettler, Mitglied seit dem Gründungsjahr 1959, wurde zum Ehrenmitglied ernannt

Die Teilnehmer in angeregtem Gespräch

 

Brigitt Buser ist neues Vorstandsmitglied und Redaktorin. Hier mit Maria Nyffenegger.

Die Deko "Hagebutten" wurde von Emma von Arx und Reta Ciragan vorbereitet

 

 

 

 

 

 

 

Taufe der Rose 'Hans Wüest'

 

Vor etwas über 5 Jahren ist der Rosenzüchter Hans Wüest aus Horw in seinem 81. Lebensjahr (17.11.1932 – 25.3.2013) gestorben. Die Person vom „Rosen-Hans“, seine Züchtungen, seine Rosen-Bäumchen sind jedoch immer noch unvergessen. Leider sind seine Kletterrosen nicht mehr im Handel, einige wenige Sorten sind im Schloss Heidegg, Schloss Haldenstein und in privaten Gärten vorhanden.

Die Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde und die Rosengesellschaft Zentralschweiz wollen in einem gemeinsamen Akt an Hans Wüest gedenken und die Kletterrose R 64-06B / BLUZ 2 seines Freundes und Züchters Ruedi Brun auf den Namen ‚Hans Wüest‘ taufen. ‚Hans Wüest‘ ist eine Kreuzung aus 2006 der Rose ‚Citronenduft‘ vom Rosen-Hans mit ‚Gertrude Jekyll‘, hellrosa, übergehend zu cremeweiss, halbgefüllt, duftend, kletternd bis 3 m, leicht nachblühend. Sie wurde seinerzeit von Hans Wüest als besonders schön empfunden.

Die Taufe ist im Rahmen des Schlossfest Heidegg am Sonntag, 9. 9.2018 um 11 Uhr geplant und wird nach kurzen Ansprachen von Dieter Ruckstuhl, Walter Waltisberg und Ruedi Brun von den beiden Taufpaten Margrit Erni und Theo Zwygart vorgenommen.

Wir hoffen auf zahlreichen Besuch aller Rosenfreunde zu diesem Anlass und wünschen uns, dass damit die Rosen von Hans Wüest wieder vermehrt und in Gärten aufgenommen werden.

 

Alfred Stettler, Spiez - 59 Jahre Mitglied!

Im ersten Heft des (grossen) Rosenblatts von 1959 ist ein Mitglieder-Verzeichnis der 191 Mitglieder vom unserem Gründungsjahr. Ich studiere diese mit Interesse und bleibe an einem Eintrag hängen: “Stettler, Fred, Kaufmann, Seestrasse 5, Spiez“. War da nicht jemand in unserer aktuellen Mitgliederliste? Tatsächlich, Alfred und Rosmarie Stettler-Lavoyer, an der gleichen Adresse! Dem muss ich nachgehen, er war schon damals dabei:

„Schon als Kind hatte ich Rosen-Erfahrungen,“ erzählt mir Alfred Stettler, „meine Mutter okulierte im Garten Rosenwildlinge, die mein Vater im Wald holte.“ Zur Zeit des 2. Weltkrieges, als im Garten hauptsächlich Gemüse, Kartoffeln und Mais angepflanzt waren, hat jedoch eine ‚Zéphirine Drouhin‘ immer noch jedes Jahr ihre stark duftenden Blüten hervorgebracht. Später, als Alfred Stettler zusammen mit seiner Frau Rosmarie das Comestibles-Geschäft seines Vaters übernahm, nahmen dann die Rosen im Garten zu und das Gemüse ab.

In 1959 trat er in die Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde bei und besuchte die Veranstaltungen der Ortsgruppe Bern, die von Schwester Julie geleitet wurde. In diesem Kreis lernte er viele Rosenliebhaberinnen und –liebhaber kennen, wie z.B. Dr. Robert Kohli, den Verfasser des „Rosenstammbaums“ (Heft 3, 1961). An einer Schnittrosenausstellung in Münsingen lernte er Hansueli Grünig, ebenfalls aus Spiez, kennen und eine langjährige Rosenfreundschaft entstand. Im März 1967 luden Alfred Stettler und Hansueli Grünig in der Lokalpresse zu einem Vortrag über Rosenpflege und Rosenschnitt ein, die von etwa 40 Personen besucht wurde, gefolgt von einem Rosenschnitt- und ein Okulierkurs. Das war der Beginn der Ortsgruppe Spiez, die auch in die GSRF aufgenommen wurde. Alfred Stettler hatte sodann 24 Jahre das Präsidium der Gruppe inne. 1967-1977 war er im Zentralvorstand.

Mermaid

Seine Begeisterung und Elan im Gespräch über Rosen ist ansteckend. Es ist kein Wunder, dass auch seine Frau Rosmarie das Rosenfieber bekommen hat. Ich bewundere im Garten eine hochgewachsene Mermaid mit dickem Stamm, die an der Hauswand hochklettert. An der Gartenmauer breiten sich Zéphirine Drouhin, Cécile Brunner Clg., Mme Alfred Carrière, Albèric Barbier und Dorothy Perkins aus. Ein prächtiger Busch ‚Stanwell Perpetual‘ ist der Platzhirsch im oberen Teil des Gartens. Ich sehe u.a. auch ‚Papa Meilland‘, Lemon Spice‘, Königin von Dänemark‘, wenn auch nicht in Blüte. Zwischen und um die Rosen sind noch viele Stauden, Lavendel, Stachys byzantina, Oregano, die von Bienen und anderen Insekten umschwirrt werden. Rosmarie Stettler bestätigt mir, dass sie aus diesem Grund im Garten keine chemischen Mittel benutzen.

 Stanwell Perpetual

Alfred Stettler ist in Spiez auch mit seinen Publikationen zur Lokalgeschichte bekannt: „Als Spiez noch ein Kurort war“, „Sagen von Spiez am Thunersee“, „Der Weinbau in Spiez am Thunersee“ sind einige seiner zahlreichen Büchern. Vor über 40 Jahren hat er dann auch das inzwischen traditionelle „Spiezer Läset-Sunntig“, das einzige Winzer-Fest im Berner Oberland ins Leben gerufen (dieses Jahr am 9.9.).

Später besuchen wir den Rosengarten beim Haus „Le Roselier“ (das Haus im Schilf), die auf seine Initiative 1969 von den Spiezer Rosenfreunden angelegt wurde. Er zeigt mir auch die Hügel mit den Reben und das Schloss. Da ich Rosenbücher sammle macht er mir besondere Freude mit seinem Büchlein „Gereimtes und Ungereimtes über Rosen“ (1975). Während dem Essen im „Seegarten“ unterhalten wir uns über die Persönlichkeiten der Schweizer Rosenszene der Gründerjahre und die Zeit vergeht im Fluge.  

Behcet Ciragan

Nachtwächter-Rundgang durch die Rosengärten

So alt wie die Rosenwoche in Bischofszell ist, ist auch die Nachtwächterei. Recht viele Rosenfreunde kennen diese Mannen in schwarz, sei es von einer Teilnahme an einem Nachtwächter-Rundgang, einem Besuch in der Zunftstube oder von einem Nachtwächtergottesdienst anlässlich eines Jubiläums. Am 11. August besteht wieder eine sehr gute Gelegenheit dabei zu sein. Die Nachtwächter feiern nämlich ein Meilensteinfest. Seit der Gründung der Zunft an der Rosenwoche 2006 haben die historischen Mannen 30‘000 Besucher durch die Stadt geführt, zwei Nachwächter absolvierten je den 500. Rundgang einer gar 1‘000. Zudem wurde in diesem Jahr ein neuer Turmwächter in die Zunft aufgenommen. Im Rahmen des neu definierten Bischofszeller Rosensommers werden die Nachtwächter diese Meilensteine feiern, wozu geschichtsinteressierte Rosenfreunde eingeladen sind. Um 20.00 Uhr findet ein Nachtwächter-Gottesdienst in der Stiftskirche statt, mitgestaltet von 15 Nachtwächtern aus Deutschland und der Schweiz. Die Kirche wird nur mir Nachtwächterlaternen beleuchtet. Mitwirken werden neben den Geistlichen der beiden Ortskirchen, die Gundelfinger Nachtwächter mit ihren Waldhörnern, ein Trompeten- Duett und die Nachtwächter. Der Gottesdienst wird mit dem Stundenruf und dem Halleluja von Leonard Cohen, gesungen von einem Sänger des Gymnasiums Friedberg, den Nachtwächtern und einer Gregorianischen Gesangsgruppe abgeschlossen. Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Nachtwächter-Rundgang durch die Rosengärten von Bischofszell statt, mit einer kleinen Ueberraschung unterwegs. Rosenfreunde, die gerne dabei sein möchten sind dazu herzlich eingeladen. Frühzeitig in der Kirche einen Platz einzunehmen, lohnt sich erfahrungsgemäss. Um 19.50 Uhr wird die grösste Glocke zum Gottesdienst einläuten, danach wird das Licht gelöscht und die Nachtwächter treten bei einem Fanfarenstück, gespielt vom neuen Turmwächter Albert Glauser, ein.

Bernhard Bischof, Zunftmeister

17. Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche

Vom 23. Juni – 01. Juli 2018 öffnet bereits zum 17. Male die Rosenstadt im Thurgau, ihre Tore zur Rosen- und Kulturwoche, der grössten und wohl zauberhaftesten Rosenschau der Schweiz. „Rosen – Kultur – Brauchtum“ vereinen sich zu einem Gesamtkunstwerk. Unter dem Motto „Erlebnis in der Rosenstadt“, werden über 60 Gestaltungen, Rosengärten, Künstlerisches und alles was mit der Königin der Blumen zu tun hat, anzutreffen sein. Dabei ist der Schweiz weit bekannte Rosen- und Spezialitätenmarkt eine echte Fundgrube für ganz persönliche Geschenke, einfach um jemandem eine Freude zu bereiten. Keine Massenware, sondern von künstlerischer Hand kreiert, geformt und alles mit sehr viel Herzblut erstellt. Wer einen Blick auf das Programm wirft, der stellt fest, dass mit über 20 Konzerten ein gewohnt hochstehender, volkstümlicher, klassischer und lüpfiger Musikreigen an Seelennahrung aufgetischt wird. Als Appetitanreger möchten die Veranstalter mit: Chor der Nationen, Trachtenkapelle Buch (D), Carlo Brunner’s Superländlerkapelle, Swingkids, Accademia della Scala di Milano, Volxrox, Wiener Operettentraum mit Regula Rosin, John Uhlenhopp und Daniel Moos, sowie die Stadtmusik Bischofszell mit Sabrina Sauder, lediglich eine kleine Kostprobe anbieten. Während der ganzen Woche werden ganz spezielle Rosenführungen für Gruppen angeboten, wo vieles Wissenswertes über den Anlass und die Königin der Blumen zu erfahren sind. Schon bald Tradition hat der Hut- und Trachtensonntag vom 24. Juni. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen mit einem Hut oder einer Tracht die Rosenwoche zu besuchen, Tag und Atmosphäre einfach zu geniessen und damit die Seele zu nähren. Kurz gefasst einfach himmlisch! Lassen sie sich verzaubern! www.bischofszellerrosenwoche.ch        

Bernhard Bischof

 

 

Verleihung Kulturpreis 2018

Der Rotary Club Oberthurgau verleiht am 24. Juni 2018 dem Verein Rosen- und Kulturwoche Bischofszell den Kulturpreis 2018. Die Laudatio erfolgt durch Thomas Weingart, Stadpräsident von Bischofszell. Wir gratulieren dem Verein unter ihrem Präsidenten und unser Vorstandsmitglied Beni Bischof zu dieser Auszeichnung und freuen uns jedes Jahr auf die wunderbare Arbeit des Vereins zur Verbreitung der Liebe zu Rosen.

Behcet Ciragan

Rosenduft in der Luft

Essigrosenblüte

Rosenblüten und Duft – diese Gedankenverbindung hat eine lange Tradition und gründet auf der Erfahrung mit Wildrosen und alten Rosensorten. Die Essigrose (Rosa gallica) gilt als Stammmutter aller europäischen Rosensorten, sie ist in Süd- und Mitteleuropa und in Kleinasien heimisch. Sie wird circa 1 – 1.5m hoch und bildet Ausläufer. Die Essigrose war eine der ersten, welche wegen ihres Duftes bereits im 13. Jahrhundert in den Gärten der Klöster und Schlösser kultiviert wurde. Auch ihre getrockneten Rosenblätter behalten den Duft. Es gibt heute noch die ausgelesene, grossblütige und halbgefüllte `Apothekerrose` (Abbildung). Sie wurde wegen ihres aus den Blütenblättern gewonnenen Öls auf den Feldern ums Städtchen Provins in Frankreich gezogen. Vor einer Apotheke gepflanzt galt sie lange Zeit als Erkennungszeichen. Sie bezaubert noch heute mit ihrem würzig-süssen Duft auch kleine Gärten. Die Sorte `Versicolor` ist sehr speziell, denn sie hat crèmeweiss - karminrot - rosa gestreifte Blütenblätter.

Damascena

Die Essigrose ist ein Elternteil der Damaszener - Rose, welche bereits vor unserer Zeitrechnung in den Mittelmeerländern in Kultur war, ihre Entstehungsgeschichte liegt im Dunkeln, man nimmt an, dass sie von den Persern kultiviert wurde. Bereits 1000 Jahre v. Ch. wuchsen Rosen in den hängenden Gärten von Semiramis, im Land der Babylonier. Sie waren Ischtar gewidmet, der Göttin der Fruchtbarkeit. Sie war die Vorläuferin der griechischen Göttin Aphrodite und der römischen Göttin Venus – als Symbol der Lebenskraft, Schönheit und Liebe. Im Christentum wurde sie erst spät zum Sinnbild der Marienverehrung, welches am eindrücklichsten im Rosenkranz seinen Ausdruck findet. Es gibt einmalblühende Damaszener-Rosen wie die abgebildete Sorte `Damascena` und es gibt öfterblühende Sorten, wie z.B. `Mme Boll` und `Rose de Resht`. Am stärksten duften Rosen in den frühen Morgenstunden. Bei zu viel Sonne und Wärme verflüchtigen sich die Duftstoffe, deshalb beginnt in Bulgarien die Rosenblütenernte (Rosa damascena `Trigintipetala`) bei Sonnenaufgang und endet circa um 10.00Uhr. Rosen duften sehr unterschiedlich und Parfumeure unterscheiden siebzehn verschiedene Rosendüfte, so gibt es fruchtige Noten, z.B. Quitte, Apfel oder Pfirsich, oder einen blumigen Duft, welcher uns an Maiglöckchen erinnert oder eher herb-würzig in Richtung Zimt, Pfeffer, Anis oder Myrrhe. Die Sprache kennt keine speziellen Wörter für einen bestimmten Duft – sie vergleicht sie nur mit bereits bekannten Dufterfahrungen.

Semiplena

Aus der natürlichen Kreuzung einer Damaszenerrose mit der Hundsrose entstanden die Rosa – Alba Sorten: duftende Sträucher für den Halbschatten. Sie zeichnen sich durch einen eleganten, oft leicht überhängenden Wuchs und durch gesundes, leicht bläulich schimmerndes Laub aus. Die abgebildete Sorte `Semiplena` heisst auch `White Rose of York`, sie ist halb gefüllt, hat gelbe Staubfäden und einen leichten Duft. Zu den Alba-Rosen gehört auch die Sorte `Félicité Parmentier`, sie duftet sehr intensiv, erblüht hauchzart rosa und ist stark gefüllt.

Entfernt mit den Damaszener-Rosen verwandt sind die Moosrosen, sie sind aus den Zentifolien entstanden und haben bemooste Blütenstiele und Knospen, ihr Duft erhält dadurch eine würzig-harzige Note. Die Sorte `Old Pink Moss` blüht zartrosa gefüllt und wird gut 2m hoch, die kleinere, weiss blühende `Mousseline` eignet sich mit einer Höhe von knapp 1.20m auch für kleinere Gärten. Tief dunkelviolettrot ist die Sorte `Nuits de Young` - sie alle sind einfach und pflegeleicht zu halten. Einmalblühende, historischen Strauchrosen werden nur ausgelichtet: in den ersten Jahren werden sie nicht geschnitten, erst wenn sie zu richtigen Büschen geworden sind, werden alte Triebe ganz an der Basis weggeschnitten.

Sutter's Gold

Erst 1867 entstand die erste mehrmals blühende Edelrose – und die Neuzüchtungen nehmen kein Ende. Von 100 000 Sämlingen pro Jahr verbleiben nach 7 Jahren Auslese und Prüfungen noch 7 Rosensorten, welche einen Namen bekommen. Die Edelrose, auch Teehybride genannt, zeichnet sich durch ihren teils intensiven Duft und ihren staksigen Wuchs aus. Sie werden alljährlich im März stark (auf 3 – 6 Augen) zurück geschnitten, damit sich immer wieder junge Triebe entwickeln. Ihre elegante Knospenform und ihre langstieligen Blüten machen sie zu einer ausgezeichneten Schnittrose. Wenn die verblühten Blüten leicht zurück geschnitten werden, blühen sie von Juni bis in den Oktober hinein. Da sie meist anfällig für Pilzerkrankungen (Rosenrost / Sternrusstau) sind, müssen sie mit einem Pilzschutzmittel regelmässig vorbeugend behandelt werden. Stark duftende Sorten:

  • mehrfarbig: `Nostalgie` kirschrot – silberweiss; `Aquarell` rot-gelb
  • Rosatöne: `Big Purple`; `Elektron`; `Mainzer Fasnacht`; `Walzer Traum`
  • Rottöne: `Acapella` ; `Barkarole`; `Duftwolke`; `Papa Meilland`;
  • Orangetöne: `Chippendale`; `Superstar`; `Augusta Luise`; `Mary Ann`
  • Gelbtöne: `Candlelight`; `Sutter`s Gold` (Abbildung)
  • Weisstöne: `Comtessa`; `Annapurna`; `Osiana`

Friesia

Nach dem 2. Weltkrieg kamen Rosen in Mode, welche in Büscheln blühen, dazu gehören die Floribunda – Hybriden mit ihren grossen Blüten, wie die Sorte `Friesia` (Abbildung). Sie wirken in Gruppen gepflanzt sehr üppig, es hat jedoch nur wenig duftende:

  • Rosatöne: `Blue Parfum`; `Heidi Klum`
  • Rottöne: `Midsummer`
  • Orangetöne: `Hansestadt Rostock`; `New Year`
  • Gelbtöne: `Friesia`; `Amber Queen`;
  • Weisstöne: `Isarperle`; `Marie Antoinette`

Direktor Benschop

Heutzutage werden Kleinstrauch- oder Bodendeckerrosen für grössere und kleinere Flächen verwendet, sie sind sehr pflegeleicht und wirken durch ihre Farbe und ihren gesunden Wuchs. Diese robusten Rosensorten haben eine hohe Resistenz gegen Pilzkrankheiten. In Deutschland werden die neuen Rosensorten einer Widerstandsprüfung unterzogen und erhalten beim Bestehen ein ADR – Prädikat. In der Schweiz zeichnet die Baumschule Hauenstein in Rafz ihre im Freiland erprobten, gesunden Rosensorten mit einem Marienkäfer aus.

Einmalblühende Kletterrosen – auch Rambler genannt – wachsen meistens sehr stark und blühen nur am alten Holz. Einfache und halbgefüllte Sorten bilden hübsche Hagebutten im Herbst – für Amseln ein gefundenes Fressen! Sie werden direkt nach der Blüte oder im März ausgelichtet, d.h. einige der alten triebe werden ganz herausgenommen. Die Sorte `Lykkefund`dankt es mit strotzender Gesundheit, wenn im März die kurzen Seitentriebe weg geschnitten werden. Nur wenige dieser üppig blühenden Ramblerrosen duften, dazu gehören die weissen Sorten `Direktor Benschop` (Abbildung); `Madeleine Selzer`; `Weddingday`; die stark wachsende `Bobby James`; zartgelb blüht `Lykkefund`; rosarote Sorten sind `Appleblossom`; `Seven Sisters Rose`; `Mme Grégoire Staechelin` und `Paul`s Himalayan Musk`.

Westerland

Das Sortiment der öfterblühenden Kletter-Rosen beinhaltet fein duftende Sorten. Werden die Blütenstände nach dem ersten Blust, wie bei den Teehybriden, leicht zurück geschnitten, so ergeben sich ein zweiter und manchmal auch ein dritter Flor. Im März werden die seitlichen Triebe auf 2-3 Augen zurück geschnitten, wenn genügend Jungtriebe gewachsen sind, wird ein älterer Trieb ganz entfernt.

  • Rosatöne: `Giardina`; `Graziosa`; `Laguna`; `Lawinia`
  • Rottöne: `Red Parfume`; `Red Eden Rose`, `Sympathie`
  • Orangetöne: `Westerland` (Abbildung); `Summerwine`
  • Gelbtöne: `Goldfassade`; `Elfe`; `Golden Gate`
  • Weisstöne: `Harlekin`

Guido Zäch

Öfterblühende, moderne Strauchrosen sind im Wuchs eher staksig und erreichen eine Höhe von 1.20 – 2.00m Höhe. Sie werden im März um etwa 1/3 eingekürzt. Verblühte Dolden werden fortlaufend zurück geschnitten, so wachsen sie rasch durch und blühen erneut. Strauchrosen lassen sich hervorragend mit begleitenden Stauden unterpflanzen, der Lavendel gehört zu den bekanntesten Rosenbegleitern, sein silbernes Laub und die blauen Blüten passen wie die Pirsichblättrige Glockenblume, die Katzenminze und Storchenschnabel zu rosa und orange blühenden Strauchrosen. Weiss blühendes Mutterkraut, zart gelb blühender Frauenmantel, Mädchenauge, Astern und zarte Gräser, wie Waldschmiele, Plattährengras und Rutenhirse umspielen gerne die grossen Rosenblüten. Zu den modernen Strauchrosen gehören auch neue Züchtungen aus dem Hause Huber* in Dottikon, wie die abgebildete Sorte `Guido A. Zäch* oder englische Rosen des Züchters Charles Austin.

  • Rosatöne: `Gartenträume`; `Schloss Wildegg*`; `Edith Hunkeler*`; `Doris Leuthard*`; `Theo Zwygart*
  • Rottöne: `Astrid Gräfin von Hardenberg`; `Rosenresli`; `Shalom`; `Hans Rathgeb*`
  • Orangetöne: `Arabia`; `Belvedere`, `Westerland`; `Elsa*`
  • Gelbtöne: `Barock`; `Chinatown`; `Lichtkönigin Lucia`; `Postillion`; `Glückskette*`
  • Weisstöne: `Schneewittchen`; `Rosenberg*

Port Sunlight

Englische Rosen:

  • Rosatöne: `Gertrud Jekyll`; `A Shropshire Lad`; `Eglantyne`;`Queen of Sweden`
  • Rottöne: `Falstaff`; `William Shakespeare 2000`
  • Orangetöne: `Jude the Obscure`; `Pat Austin`
  • Gelbtöne: `Port Sunlight` (Abbildung); `Charlotte` `Graham Thomas`
  • Weisstöne: `Glamis Castle`; `Winchester Chthedral`

Damit Historische Rosen und Zuchtrosen gesund bleiben brauchen sie den ihnen zusagenden Standort:

Viel Licht – viel Luft – durchlässiger Boden

Viel Licht heisst mindestens 4 - 5Std. Sonnenschein am Tag. Vollsonnige Standorte mit Hitzestau (z.B. an einer Südwand) ertragen nur die sonnenhungristen Rosensorten. Bei Bedarf am besten im Sortiment von Züchtern aus Frankreich / Spanien suchen z.B.: Meilland, Delbard. An heissen, trockenen  Standorten werden die Rosen öfters von Spinnmilben befallen, sie verblühen schnell und die Blütenfarbe wird blass.

Luftbewegung trocknet die Blätter rasch ab: so können verschiedene Pilzsporen, welche auf den Blättern sind, nicht keimen. Bei Zuchtrosen ist die `Resistenz` oder Robustheit einer Sorte ausschlaggebend!

Ein normaler Gartenboden genügt ihnen – einzige Bedingung: er muss durchlässig sein – darf also keine Staunässe aufweisen – die Wurzeln benötigen Sauerstoff um ihre Wurzeln.

Heutzutage sind eingetopfte Rosen (Containerrosen) erhältlich, sie sollten beim Kauf gut eingewurzelt sein. Vor dem Pflanzen werden sie gut gewässert, wenn die Erde sehr trocken ist, werden sie in einen Eimer mit Wasser getaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Der Container wird entfernt und allzu dichter Wurzelfilz am Rand sorgfältig von Hand aufgelockert. Am ausgewählten Standort wird ein grosszügiges Pflanzloch gegraben, damit genügend lockere Erde eingefüllt werden kann. Die Veredlungsstelle gehört 3 Fingerbreit unter die Erdoberfläche, so können Rosen nach sehr kalten Wintern wieder austreiben und sich regenerieren. Dann wird die Rose gut angegossen, ein Giessrand ist für späteres Giessen sehr nützlich. Pflanzabstand bei Strauchrosen: 1bis 2 Pflanzen/m2; Bei Beetrosen finden 5 – 6 Pflanzen /m2 Platz und bei Edelrosen sogar 7 – 8 Pflanzen/m2. Rosen fühlen sich wohl, wenn der Boden gleichmässig mit ihren Blättern beschattet wird. Frisch gepflanzte Containerrosen werden 2 Wochen nach der Pflanzung mit flüssigem Rosendünger gedüngt, jedoch nicht später als Mitte Juli (zuerst giessen, dann düngen), damit die Triebe gut ausgereift in ihren ersten Winter gehen.

  • Duftrosen an einer Weggabelung, oder einem Weg entlang erlebbar machen
  • Duftrosen gut zugänglich für die Nase platzieren, Rosen mit weniger oder keinem Duft weiter hinten platzieren
  • Hübsche Trittplatten zu den Duftrosen hin verlegen
  • Kletterrosen oder Strauchrosen mit weichen Ranken (Moosrose `Nuits de Young`) dem Gartenzaun entlang ziehen, mit Storchenschnabel begleiten
  • Für den naturnahen Garten Duftrosen mit einfachen oder halbgefüllten Blüten wählen, sie bieten viel Pollen und Hagebutten (z.B. Ramblerrose `Lykkefund`)

Rosenöl und Rosenwasser wird aufgrund seiner antiseptischen Wirkung als Heilmittel verwendet, hinzu kommt sein Einfluss auf unsere Seele: entspannend - ausgleichend – öffnend. Dies zeigt sich auch in der Parfümerie: in über 70% der Duftkreationen ist Rosenöl ein wichtiger Bestandteil. Getrocknete Rosenknospen und Rosenwasser werden in der gesamten arabischen Welt, in der Türkei und auch im Iran bis nach Nordindien auf vielfältige Weise verwendet. Im Iran wird Reis mit gemahlenen, getrockneten Rosen und Zimt, Kreuzkümmel und Kardamon gewürzt, Gurkensalat wird mit Joghurtsauce und getrockneten Rosenblättern serviert. In Tunesien wird eine Baharat–Mischung aus ½ Anteil getrockneten Rosenblüten, ½ Anteil Zimt und etwas Pfeffer für gebratenes Fleisch, Fleischbällchen oder Couscous verwendet. Rosenblüten passen sehr gut zu Kastanien, sei es als Rosenbutter auf einem Kastanienbrot oder zu glasierten Kastanien. Mit Rosenblättern aromatisierter Zucker verfeinert Desserts, Streusel und Gebäck. Äpfel, Aprikosen und Quitten harmonieren mit Rosenblättern in Kompott, Gelee oder Kuchen.

Blütensirup

Rosenblüten vorbereiten: Rosenstiel und Kelchblätter entfernen, weisser Blütenblattansatz abschneiden

2.5dl Rosenblütenblätter

2.5dl Wasser

2.5dl Zucker

  • vorbereitete Blütenblätter in ein hitzeresistentes Gefäss füllen
  • Wasser und Zucker aufkochen bis der Zucker vollständig aufgelöst ist
  • Rosenblätter mit Zuckerwasser übergiessen, 1 Std. oder über Nacht ziehen lassen
  • sieben und abfüllen
  • im Kühlschrank 6 - 8 Wochen haltbar

Zum Aromatisieren von Kompott und Fruchtcrèmes, Milchreis oder im Weisswein als Apèro

Rosenbutter

Rosenblüten vorbereiten: Rosenstiel und Kelchblätter entfernen, weisser Blütenblattansatz abschneiden

7 – 10 Rosenblüten

250g Tafelbutter

6 Esslöffel Rahm

nach Belieben:

½ Teelöffel Salz

¼ Teelöffel weisser Pfeffer

etwas Rosenwasser

Kornblumen - Blütenblätter (Abbildung)

  • Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen
  • Butter in eine Schüssel geben, Rahm dazu giessen und mit einer Gabel gut mischen
  • Butter - Rahmmischung mit dem Mixer luftig schwingen
  • vorbereitete Rosenblüten dazugeben, untermischen
  • nach Belieben mit Pfeffer und Salz und etwas Rosenwasser abschmecken, mit Kornblumen - Blütenblättern dekorieren

Ohne Salz und Pfeffer auf`s Knäckebrot, gewürzt mit Kardamon auf gegrillte Hühnchenbrust, mit Basilikum auf Pasta, mit etwas Kerbel auf gedämpfte Kohlrabi, Rüebli oder Fenchel und junge Kartoffeln; auf Safranreis; mit Blättern von Rosen-Monarde oder Rosenpelargonie wird das Rosen-Aroma verstärkt

Rosenzucker

Rosenblüten vorbereiten: Rosenstiel und Kelchblätter entfernen, weisser Blütenblattansatz abschneiden

1dl vorbereitete Rosenblütenblätter

250g Zucker

  • Rosenblüten und Zucker im Cutter vermengen

Streusel, Biskuitteig oder Dessert mit Quitte, Apfel oder Aprikose mit Rosenzucker zubereiten

Silvia Meister

www.silviameister.ch

info@silviameister.ch

Besuch der Wildrosensammlung im Arboretum Aubonne

Arbr'espace im Arboretum (Quelle: Wikipedia Commons)

 

Das nationale Arboretum du Vallon de l’Aubonne (Ch. De Plan 92, 1170 Aubonne) ist 1968 auf einer Fläche von ca. 120 ha in der Nähe vom Morges (VD) errichtet worden. Die Hauptsammlung besteht aus 3000 Spezies von Bäumen und Sträuchern aus den gemässigten Zonen der Welt. Daneben beinhaltet es auch alte Obstbaumsorten und eine bedeutende Sammlung von Wildrosen und Wildrosenhybriden. Etwa ein tausend Pflanzen in rund 200 Sorten wurden 1979 durch Freiwillige der Société Romande des Amis des Roses gepflanzt und werden seither von der SRAR gepflegt. Nirgends in der Schweiz kann man neben bekanntem wie ‚Canary Bird‘, ‚Frühlingsgold‘, ‚Magnifica‘ und ‚Marguerite Hilling‘ auch eine R. achburensis, R. beggeriana, R. karakalensis oder R. squarrosa sehen?

 R. xanthina

 

In unserem Wildrosenjahr wollen wir nun am Samstag, 9. Juni 2018 mit Mitgliedern der SRAR einen gemeinsamen Besuch zu dieser Sammlung unternehmen. Das Programm ist wie folgt:

9:16/9:28 Ankunft mit der Bahn in Morges (z.B. 7:00 ab Luzern, 7:03 ab Zürich HB, 7:04 ab Basel SBB, 7:25 ab Spiez, 7:29 ab Aarau, 8:04 ab Bern), oder direkt mit dem Wagen zum Arboretum

9:30 Abfahrt mit Kleinbus von Morges zum Arboretum

9:50 Ankunft im Arbr’espace im Arboretum, Willkommenkaffee und Croissants von SRAR

10:15 Besuch der Wildrosensammlung (20 Minuten zum Gehen, ein Wagen des Arboretum kann Personen mitnehmen) – 2 Stunden Aufenthalt

12:45 Abfahrt vom Arboretum mit Kleinbus

13:00 Mittagessen in der Auberge Communale de Montherod

14:30 Abfahrt zur Rosenschule Alain Tschanz in Aclens

15:00 Besuch der Anlagen von Alain Tschanz

16:15 Abfahrt nach Morges

16:42/17:00 Abfahrt von Morges (Ankunft Bern 18:07, Aarau 18:30, Basel 18:53, Zürich 18:56,Spiez 19:02, Luzern 19:05)

Kosten pro Person ohne Anfahrt nach/ab Morges: Fr 60,- für Mittagessen, Mineralwasser, Kleinbus).

Anmeldungen an Behcet Ciragan (bciragan@rosenfreunde.ch, 062 844 03 61, 079 558 42 94)

Viele unserer Rosenfreunde von SRAR sprechen Deutsch, so, dass Sprache kein Grund für Hemmungen sein sollte. Willkommen sind auch Interessierte von weiter entfernten Regionalgruppen (wenn es dann halt auch ein früher Morgen wird). Wir hoffen, etwa 20 Personen von SRAR und 20-30 von GSRF zusammen zu bekommen.

Behcet Ciragan

Spezialitätenmarkt Wädenswil 12. Mai 2018

 

Unser Verein nimmt zum ersten Mal mit einem Stand am Spezialitätenmarkt Wädenswil teil, der dieses Jahr am Samstag, 12. Mai 2018, 9-16 Uhr auf dem Campus Grüental (Grüentalstrasse 14) des ZHAW stattfindet. Dieser Frühlingsmarkt hat sich über die Jahre zu einem Renner entwickelt mit über 5000 Besuchern. Auch dieses Jahr werden etwa 40 Aussteller aus der ganzen Schweiz und Süddeutschland alles anbieten was das Gärtnerinnen-Herz begehrt, von Magnolien und Pfingstrosen zu Wildstauden, Farne, Gemüse, Kakteen und vieles mehr. Natürlich auch Rosen. Ein Besuch lohnt sich zu mehr als 100%!

In dem Pavillon vor den Gewächshäusern wird es eine Sonderschau „Vogelfreundlicher Garten“ von Birdlife Zürich und Naturschutz Wädenswil geben. Für interessierte gibt es alle halbe Stunde Vorträge über Themen wie Schattenbepflanzung, Igel, Naturgarten, Küchengarten, Moose.

An unserem Stand werden wir gemäss unserem Jahresthema „Wildrosen“ zeigen, wie Wildrosen und naturnahe Rosen im Garten für Vögel sicheren Schutz und Nahrung im Herbst, sowie Nahrung im Frühjahr und Sommer für Bienen und andere Insekten bieten. Neben unseren Publikationen werden wir auch ein entsprechendes Sortiment Rosen von Hauenstein anbieten. Wir freuen uns auf den Besuch aller Rosenliebhaber. Kommt aber früh, um 9 Uhr sieht man oft schon schwer beladene Käufer auf dem Heimweg!

Flyer Spezialitätenmarkt

Ausländische Wildrosen

Neben unseren einheimischen Wildrosen gibt es noch viele Arten aus Europa, Zentral- und Ostasien sowie Nordamerika, die für Gärten geeignet sind. Aus diesen haben wir eine kleine Auswahl in der folgenden Tabelle zusammengestellt.

 

Auswahl ausländischer Wildrosen und ihre Lieferanten              
Art Höhe (cm) Farbe Blühmonat Hagebutten Bemerkung Lieferanten    
R. acicularis Lindl. 120-200 dunkelrosa 6-7 x sehr winterhart AT    
R. x aschersoniana Graebn. 120-180 purpurrot 6-7   halbgefüllt AT    
R. banksiae alba Aiton 500 weiss 5-6   Winterschutz AK    
R. blanda Aiton (Eschen-Rose) 150-250 rosa 6-7 x sehr winterhart AT, HR, RH    
R. californica plena Rehder 200-300 rosa 5-6 x halbgefüllt AT    
R. davidii Crép. 250-300 rosa 7-8 x   AT    
R. ecae Aitch. 200-300 gelb 5-6 x feines Laub AT, NB    
R. farreri persetosa Stapf 150-200 rosa 5-6 x kleine Blüten, feines Laub AT    
R. fedtschenkoana Regel 200-250 weiss 6-8 x remontiert AT,EM    
R. foetida bicolor (Kapuzinerrose) 150-200 orangerot/gelb 5-6   zweifarbig AT,EM,HE    
R. hugonis Hemsl. 200-250 hellgelb 4-5   evtl. Nachblüte, feines Laub AK,AT,BR,EM,HB,HE,HR,RH
R. macrantha Desp. 150 hellrosa 6-7 x Gallica Naturhybride RH    
R. moschata 300-400 weiss 7-8 x Winterschutz RH    
R. moschata 'Umbrella' 200-300 weiss 7-9 x   AT    
R. moyesii Hemsl. & E.H. Wilson (Mandarin-Rose) 250-300 rot 5-6 x   AK,AT,EM,HB,HR,RH  
R. moyesii 'Geranium' 200-300 ziegelrot 6-7 x   AT,BR,RH,TO  
R. multiflora Thunb. (Büschel-Rose) 300-600 weiss 5-6 x   AT,BR,HB,HR,RH,TO  
R. multiflora watsoniana Matsumura 100 weiss 6   bambusartiges Laub AT    
R. nitida Willd. (Glanz-Rose) 80-100 rosa 5-6 x   AK,AT,BR,EM,HB,HR  
R. nutkana C. Presl. 150-180 rosa 5-7 x sehr winterhart AT    
R. palustris nuttaliana 150-250 lilarosa 7 x Herbstfärbung AT    
R. roxburghii normalis Rehder & E.H. Wilson 150-200 dunkelrosa 6 x bestachelte Hagebutten AT,EM    
R. rugosa Thunb. (Kartoffel-Rose) 150-200 purpur 6-7 x Ausläufer AK,BR,EM,HB,HE,HR,RH,TO
R. rugosa alba 150-200 weiss 6-7 x Ausläufer AK,AT,HB,HR,RH,TO  
R. sericea pteracantha Franch (Stacheldraht-Rose) 200-400 weiss 4-5 x mit 4 Petalen: R. omeiensis AK,AT,BR,HB,RH  
R. setigera Michaux (Prairie-Rose) 300-600 rosa 6-7 x   AT    
R. virginiana Mill. 150-200 rosa 6 x   AT,RH    
R. woodsii Lindl. 180 rosa 6 x Herbstfärbung AT    
R. xanthina Lindl. 250-300 hellgelb 5-6   gefüllt AT    
R. yakushimaensis 50-100 weiss 6 x Ausläufer, breit AT    
                 
Lieferanten:                
AK: Aebi-Kaderli Baumschulen, Düdingen FR     HE: Herter Baumschulen und Rosen, Nussbaumen TG      
AT: Alain Tschanz, Aclens VD     HR: Hauensten, Rafz SH und Zürich      
BR: Baumschulen Reichenbach, Hausen am Albis ZH   NB: Naturbaumschule Roland Wenger, Unterlangenegg BE    
EM: Ernst Meier AG, Dürnten ZH     RH: Richard Huber, Dottikon AG      
HB: Hämmig Baumschule, Egg ZH     TO: Baumschule Todt, Hettlingen ZH      

 

Einheimische Wildrosen

Unsere einheimischen Wildrosen sind robuste Pflanzen, die sich seit tausenden von Jahren in eher unwirtlichem Terrain entwickelt haben. Man staunt, wenn man in „Flora Helvetica“ die natürlichen Habitate liest: felsige Hänge, felsige und steinige Orte, Steinhaufen, Felssimse, Trockenwiesen, Waldränder, Hecken, Gebüsche, buschige Hänge. Echte Überlebenskünstler!

Trotzdem ist in den letzten 50 Jahren das Vorkommen von Wildrosen an Naturstandorten stark zurückgegangen. Bau und andere wirtschaftlichen Tätigkeiten minderten im Flachland und in den Bergen die verfügbaren „unordentlichen“ Stellen, die von Wildrosen so geschätzt werden. Auf der Webseite der ZHAW findet man Artenportraits von 31 in der Schweiz vorkommenden Wildrosen, mit Verbreitungskarten, aus dem der Rückgang klar ersichtlich ist.

Habt ihr im Garten eine Ecke oder Rand wo Kulturrosen nicht wachsen wollen? Vielleicht nur mit 3 bis 5 Stunden Sonne pro Tag? Steinig, lehmig oder karg? Eher trocken? Da ist eine (oder mehrere) einheimische Wildrose(n) genau richtig. Die Insekten werden sich an den Blüten erfreuen, Vögel am stacheligen Schutz als Rückzug und an den Hagebutten im Herbst/Winter. Und ich hoffe, Sie auch, das ganze Jahr.

In der Schweiz gibt es 34 Wildrosenarten, die an Naturstandorten vorkommen. Fünf davon (Rosa foetida Hermann, Rosa gremlii Christ, Rosa inodora Fries, Rosa multiflora Thunberg, Rosa rugosa Thunberg) sind eingewandert oder Gartenflüchtlinge. Die restlichen 29 Arten haben wir in der folgenden Tabelle zusammengestellt, mit ihren Lieferanten in der Schweiz. Die Verfügbarkeit basiert auf Angaben im Internet, so, dass nicht alle immer vorhanden sein müssen. Bis Ende April bekommt man sie noch wurzelnackt. Eine gute Gelegenheit zum Kauf ist auch der Bärner Wildpflanzenmärit am 25. April, der am Bundesplatz staatfindet.

Nun welche soll man pflanzen? Beginnen würde ich mit Rosa gallica, Rosa glauca, Rosa majalis, Rosa pendulina, Rosa rubiginosa, Rosa tomentosa, Rosa villosa. Bei genügend Platz kann man Rosa arvensis, Rosa canina und Rosa spinosissima dazu nehmen. Die letztere macht fleissig Ausläufer, hat aber schöne schwarze Hagebutten. Die restlichen sind dann für Liebhaber und Sammler. Rosa corymbifera, Rosa elliptica, Rosa subcanina, Rosa subcollina sehen z.B. ähnlich aus wie Rosa canina.

Rosa pendulina

Im letzten November-Heft hatte unsere Redaktorin um Zuschriften aufgerufen welche Wildrosen unsere Mitglieder am meisten mögen. Sage und schreibe eine Zuschrift ist schliesslich bei mir gelandet. Franziska Steiner Liechti aus Kandersteg schreibt: „Meine Lieblingswildrose ist Rosa pendulina…ihre Schlichtheit und Leuchtkraft, der feine Duft, die spezielle Hagebutte und vor allem ihre Robustheit beeindrucken mich. Kommt hinzu, dass sie nicht wuchert, kaum Stacheln hat und auch im leichten Schatten gut gedeiht. Auch Ernten kann man sie gut, um sie später in der Küche weiter zu verwenden.“ Danke Franziska! Kann man die Vorteile von Wildrosen besser zusammenfassen?  In diesem Sinne

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Pflege von Wildrosen

Wildrosen benötigen praktisch keine Pflege. Alle paar Jahre kann man vergreisende Äste zurück schneiden, um den jungen Wuchs mehr Chancen zu geben. Wenn man sie als Hecke pflanzt, dann kann man sie alle 10-15 Jahre wie andere Heckensträucher auf Stock setzen. Wenn es meterlange Triebe gibt, die beim Vorbeigehen einem den Gartenhut abnehmen (passiert mir immer wieder), dann den Trieb zurück in den Strauch einflechten, oder kürzen, nach Belieben. Eventuelle Ausläufer kann man je nach Situation entfernen und anderswo Einpflanzen oder Verschenken.

Einheimische Wildrosen und ihre Lieferanten

Art Höhe (cm) Farbe Blühmonat Hagebutten Bemerkung Lieferanten        
R. abietina H. Christ (Tannen-Rose) 100-150 hellrosa bis rosa 6-7 10   ST        
R. agrestis Savi (Acker-Rose) 150-200 weiss 6-7 9   NB, PW, RH, ST      
R. arvensis Huds. (Feld-Rose) 200-300 weiss 6-7 9-10   AK, BR, HB, HR, NB, PW, RH, ST    
R. caesia Sm. (Syn. R. coriifolia) (Lederblättrige Rose) 100-150 rosa 6 8   NB, ST        
R. canina L. (Hunds-Rose) 200-300 hellrosa bis weiss 6 10-11   AB, AK, BR, EM, HB, HR, NB, RH, ST,TO,WY,ZU  
R. chavinii Rapin (Chavins Rose) 200-300 weiss oder rötlich 6-7 8-9   NB, ST        
R. corymbifera Borkh. (Busch-Rose) 200-300 hellrosa 6 10-11   NB, RH, ST        
R. dumalis Bechst. (Syn. R. vosagiaca) (Vogesen-Rose) 150-200 rosa 6-7 9   PW, ST        
R. elliptica Tausch (Duft-Rose) 100-200 hellrosa 6-7 8-9 wenig Ausläufer NB, ST        
R. gallica L. (Essig-Rose) 50-100 rosa bis purpurrot 6-7 9 wenig Ausläufer AK, AT, HR, NB, PW, RH,ZU    
R. glauca Pourr. (Hecht-Rose) 100-300 rosa 6 9   AB, AK, AT, BR, EM, HB, HE, HR, NB, PW, RH, ST,TO,WY
R. jundzillii Besser (Syn. R. marginata) 100-200 rosa 6-7 8-9   AT, NB, RH, ST      
R. majalis Herrm. (Zimt-Rose) 100-250 purpurrot 5-6 8-9 Ausläufer AT, HB, HR, NB, PW, RH, ST,ZU    
R. micrantha Sm. (Kleinblütige Rose) 200-300 hellrosa 6 9-10   NB, ST        
R. mollis Sm. (Weiche Rose) 50-100 rosa oder weiss 6 8   NB, ST        
R. montana Chaix (Berg-Rose) 100-300 hellrosa 6-7 8-9   NB, ST        
R. pendulina L. (Alpen-Hagrose) 50-200 dunkelrosa 5-6 9 wenig Ausläufer AK, AT, EM, HB, HR, NB, PW, RH, ST    
R. spinosissima L. (Syn. R. pimpinellifolia) (Bibernell-Rose) 50-150 weiss 5-6 8-9 Ausläufer AK, AT, BR, EM, HB, HR, NB, RH, ST,TO    
R. pseudoscabriuscula R. Keller (Kratz-Rose) 200-300 rosa bis hellrosa 6-7 9   keine        
R. rhaetica Gremli (Rätische Rose) 100-200 rosa 6-7 9-10   ST        
R. rubiginosa L. (Wein-Rose) 150-250 dunkelrosa 6 9   AT, BR, EM, HB, HR, NB, PW, ST,TO    
R. sherardii Davies (Sherards Rose) 150-200 dunkelrosa 6-7 8-9   AT, NB, ST        
R. stylosa Desv. (Griffel-Rose) 300 hellrosa oder weiss 6-7 8   NB        
R. subcanina (H. Christ) R. Keller (Falsche Hunds-Rose) 150-200 hellrosa oder weiss 6-7 9-10   NB, ST        
R. subcollina (H. Christ) R. Keller (Hügel-Rose) 200-300 rosa 6-7 9-10   ST        
R. tomentella Léman (Syn. R. obtusifolia) (Flaum-Rose) 150-200 weiss 5-6 9-10 wenig Ausläufer NB        
R. tomentosa Sm. (Filzige Rose) 150-250 hellrosa oder weiss 6 9   EM, NB, PW, RH, ST      
R. uriensis (H. Christ) Puget (Uri Rose) 50-150 rosa 7 8-9   ST        
R. villosa L. (Apfel-Rose) 50-150 rosa 6 8 wenig Ausläufer AB, HB, OM, NB, PW, RH, ST    
                     
Lieferanten:                    
AB: Andermatt Biogarten, Grossdietwil LU     NB: Naturbaumschule Roland Wenger, Unterlangenegg BE      
AK: Aebi-Kaderli Baumschulen, Düdingen FR     OM: oMioBio, Lupfig AG            
AT: Alain Tschanz, Aclens VD     PW: Wildstaudengärtnerei Patricia Willi, Eschenbach LU        
BR: Baumschulen Reichenbach, Hausen am Albis ZH   RH: Richard Huber, Dottikon AG          
EM: Ernst Meier AG, Dürnten ZH     ST: Sträucherei Simon Bolz, Münsingen BE          
HB: Hämmig Baumschule, Egg ZH     TO: Baumschule Todt, Hettlingen ZH          
HE: Herter Baumschulen und Rosen, Nussbaumen TG   WY: Wyss, Zuchwil SO und Aarau, Muttenz, Oberwil, Ostermundigen      
HR: Hauensten, Rafz SH und Zürich     ZU: Zulauf, Schinznach Dorf AG          

 

Wildbienen-Literatur

Ende Februar bis Anfang März, je nach Witterung, erscheinen die ersten Wildbienen: die Dunkle Erdhummel und die Gehörnte Mauerbiene erfreuen sich an den Frühblühern im Garten. Die Erdhummel kann bereits ab 2-3 Grad fliegen und ist den ganzen Tag ein eifriger Bestäuber. Die Mauerbiene fängt auch gleich an ihre Brutzellen in Ritzen, Löchern oder Nistkästen zu legen.

Zu Wildbienen gibt es immer mehr Literatur. Das Beste bisher ist Anfang Jahr von Anja Eder im Selbstverlag erschienen: „Wildbienen Helfer“ (ISBN 978-3-9439691-9). Dieses tolle 248-Seitige Buch beschreibt und zeigt die Wildbiene-Sorten mit bestechenden Fotos und hat für die Monate Februar bis August Zeichnungen der geeigneten Blütenpflanzen. Es erklärt auch geeignete und ungeeignete Nisthilfen. Dieses Buch ist ein Muss für Bienenfreunde! Auf der Webseite www.wildbienen-garten.de  gibt es dazu mehr Informationen.

 Anja Eder erklärt ungeeignete Nisthilfen

 

Ganz dem Thema Nisthilfen ist „Fertig zum Einzug: Nisthilfen für Wildbienen“ (ISBN 978-3-89566-358-1, 2016, 160 Seiten) von Biologe und Lehrer Werner David, gewidmet. Werner David, Wildbienen-Experte aus Bayern, gibt darin eine Fülle von Informationen und Tips zu Nisthilfen für Erd- und Mauerbewohnende Bienen.  Das Buch ist sehr flüssig  lesbar und eine wertvolle Ergänzung zu Anja Eder’s Buch. Zum Thema Naturgarten gibt es von ihm auch das Buch „Lebensraum Totholz“.  Mehr dazu unter www.naturgartenfreunde.de . Sowohl Anja Eder wie Werner David sind auch auf facebook zu finden.

Als drittes möchte ich noch „Mein Garten summt!“ von Simone Kern im Kosmos-Verlag (ISBN 978-3-440-15270-6), 2017, 128 Seiten) empfehlen. Das ist ein Ratgeber, der sehr viele Themen zur Insekten im Garten anschneidet, auch wenn es nicht so ins Detail geht wie die vorherigen beiden Bücher. Ganz gut um ins Thema einzusteigen.

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Wildbienen-Nisthilfen

Seit einem Jahr haben Do-It-Läden und Gartencenter Nisthilfen für Wildbienen als neue Marktlücke entdeckt. Das Angebot ist meistens Schrott und herausgeworfenes Geld. Bevor wir diesen Frühling wieder zum Kauf animiert werden, einige Bemerkungen aus Erfahrungen vom Umkreis.

Nisthilfen nützen überhaupt nichts falls es im Garten keine pollentragenden Blütenpflanzen gibt. Also zuerst für den gedeckten Tisch von März bis August sorgen. Ohne Futter kommen keine Insekten.

Fast drei Viertel der Wildbienenarten sind Erdnister. Diese benötigen Sandhaufen, offene Erdflächen, Abbruchkanten, Lehmwände oder ähnliches. Die kommerziellen Nisthilfen werden sie nicht in Anspruch nehmen. Auf www.wildbee.ch findet ihr viele Informationen wie man auch im eigenen Garten eine ungepflegte Ecke für Wildbienen lassen kann. An der Boniswilerstr. 4, 5725 Leutwil AG kann man am 24. März, 21. April, 26. Mai einen Wildbienen-Schaugarten besichtigen.

Nun zu den künstlichen Nisthilfen für Wildbienen. Am einfachsten ist es schlechte Exemplare zu zeigen:

 

Kein Insekt wird Tannzapfen zum Nisten annehmen. Soll wohl die Natur symbolisieren.

In der Natur legen Bienen die Nistgänge quer in den Stamm hinein. Alle diese Bohrungen ins Stirnholz vom Baumscheiben (oben) sind ungeeignet, da sie mit Feuchtigkeit in der Faserrichtung aufreissen und Milben und Feuchtigkeit die Larven schädigen. Die Bohrungen in der Mitte und die Röhrchen sind in diesem Exemplar so schlecht verarbeitet, dass die Biene die dort reingeht spätestens beim rückwärts rausgehen ihre Flügel an den Spänen aufreissen und elend Zugrunde gehen wird. Meist sind auch die Bohrungen nur 3-5 cm tief, d.h. Die Wildbiene kann höchstens 1-2 Eier pro Loch einlegen und muss dann diese kurze Hülse mit Lehm kappen. Ideal und effizienter für die Wildbiene wären Löcher, die 10-12 cm tief sind.

Ein besonders billig gemachtes Exemplar: Welche Wildbiene wird so ein Holzklotz anbohren? Die Holzspäne oben sind auch für die Katz. Ins Feuer damit!

Ein niedliches Häuschen? Die obligaten Tannzapfen, veredelt mit einem Dach von Ziegelscherben. Da lacht die Biene wenn sie nur könnte. Das Loch in der Mitte soll für Schmetterlinge sein. Es muss wohl die Flügel schliessen und vorwärts kriechen. Beim Stirnholz sieht man bereits die Risse, und die Niströhrchen sind auch zu.

             Vorher                                                  Nachher

Wenn die Nisthilfe mehr oder weniger sauber gearbeitet ist (ohne Schi Schi) kann man doch schöne, befriedigende Ergebnisse bekommen. Bezugsquellen für gut gearbeitete „Insektenhotels“ findet man z.B. unter www.wildbee.ch oder www.naturgartenfreude.de/wildbienen/nisthilfen/bezugsquellen/

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