Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde

........50 Jahre im Namen der Rose

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Alice Sager 1931 bis 2007

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von Hanspeter Sager

 

Fast bis ans Ende ihrer Tage führte Alice Sager schreibend und zeichnend ein für uns wertvolles und lebendiges Tagebuch. Lesend staunen wir über seine Fülle, die uns auch Unbekanntes offenbart.

Wir richten unser Augenmerk auf: «Pflücke die Rosen!» In ihren eigenen Worten begegnen wir ihrem Wesen, ihrer Sicht vom Leben und Arbeiten als Künstlerin.

 

 

Schloss Heidegg, August 2001

 

Als Künstlerin und zugleich Vernissagerednerin vor grossem Publikum zu stehen erforderte Mut und Selbstvertrauen!

Aufgewachsen bin ich im alten Frohburger Städtchen Zofingen. Das Rüstzeug für meinen Beruf als Modedesignerin erwarb ich an Fach- und  Kunstschulen und in der Haute Couture. Zusammen mit meiner Familie lebe ich in einem renovierten Bauernhaus in Brittnau. Im Erdgeschoss befindet sich das Tiefdruck- und Architekturstudio meines Gatten, wo ich zeitweise projektbegleitend mitwirkte. Im Dachgeschoss befindet sich mein helles Atelier. Der Wohnteil, oft von Musik erfüllt, ist Treffpunkt der Familie. Bei meiner ersten Begegnung mit dem noch verwilderten Garten des Hauses hatte ich gleich das Gefühl, angekommen zu sein. Nun durfte ich frei gestalten. Ich orientierte mich vorerst an den Merkmalen, die seit jeher das Anwesen bestimmten: der mächtigen  Apostellinde, dem Brunnen und dem alten Obstgarten. Nach und nach entstand mein Garten. Es war mein Wunsch, hier Rosen zu pflanzen, Kräuter in einem Buchsparterre anzusiedeln, Gartenräume zu schaffen und Farbenfrohes in Bilder umzusetzen. Ein «Gartenkleid», klassisch, betont durch klare Formen und verspielte Schönheit.

Gerne denke ich zurück an meine  Bilderausstellungen anlässlich der Rosentage der GSRF, meiner ersten in Zofingen bis hin nach Ittingen, wo ich in der Stille einer Mönchsklause  malen durfte. Unvergesslich bleiben auch die Ausstellungen im Ausland.

1999 wurde unser Garten durch den Schweizerischen Heimatschutz bekannt. Wir freuten uns über die Belohnung mit dem Gartenpreis der Familie von Schulthess. Mehr und mehr wurde unser Garten dadurch zum Begegnungsort.

 

Was gibt es Wissenswertes über meine Malerei zu sagen? Was hat mich bereits im Kindesalter dazu bewogen, oft und leidenschaftlich gerne zu zeichnen und zu malen?

Was einem schon immer gehört hat, begreift man intuitiv, es entwickelt sich zum eigenen Stil.

Ich versuchte eine klare und umfassende Übersicht und Vertrautheit mit der Rose von der Knospe bis hin zu deren Entfaltung im Wechselspiel von Licht und Schatten zu erreichen. Oft scheint es mir, als ob die Hand
aus einer Gefühlsregung heraus wie von selbst male. Shakespeare schrieb:
«Die Hand ist das Werkzeug der Seele».

Malen heisst Zwiesprache halten, sie beginnt mit Zuwendung zum Motiv und nähert sich, immer abwägend, dem Ziel.

Während manches zur Unterstützung des Bildaufbaus skizzenhaft bleibt, so ist doch das Wesentliche in meinen Bildern festgehalten. Der Arbeitsprozess und eine Spannung von nie ganz Vollendetem werden sichtbar. Ausdruck von Werden, Sein und Vergehen.

Meine Bilder sind nicht Täuschung, sie überborden nicht, eher wirken sie durch ein stilles Leuchten.

Der Betrachter, so hoffe ich,  begegnet ihnen, indem er versucht, ihre Schönheit im Unerreichbaren anzuerkennen.

 

«Pflücke die Rose, pflücke den Tag! Carpe diem!»

 
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Aktuelle Termine

Mitt Sep 08, 2010 | Besuch der St. Galler Rosenfreunde
Die Sep 14, 2010 @18:00 - | RG Schaffhausen - Vortrag
Don Sep 16, 2010 | RG Bern - Wanderung
Don Sep 16, 2010 | SRAR - Floralies
Don Sep 16, 2010 @08:30 - | Arbeiten im Garten Charlottenfels